Zurück

Bestände sinkend oder stabil, Zunahme beim Geflügel 

Die Bäuerinnen und Bauern hielten im Berichtsjahr rund 1,52 Millionen Stück Rindvieh. Der Bestand an Kühen (Milch- und Mutterkühe) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 6800 Stück.

Der Schweinebestand reduzierte sich gegenüber 2018 um 4 % auf 1,36 Millionen Tiere.

Dank der anhaltend freundlichen Lage auf dem Geflügelfleisch- und Eiermarkt und der weiterhin steigenden Nachfrage nach Schweizer Geflügelfleisch und Schweizer Eiern stieg im Berichtsjahr der gesamte Geflügelbestand mit 11,83 Millionen Tieren wiederum an.

Produktion entwickelt sich unterschiedlich

Die Produktion aller Fleischarten hat im Berichtsjahr um 8600 Tonnen auf 356 338 Tonnen Verkaufsgewicht abgenommen, wobei das Schweinefleisch mit knapp 169 000 Tonnen Verkaufsgewicht klar an der Spitze ist, gefolgt vom Rindfleisch mit gut 80 000 und dem Geflügelfleisch mit rund 79 000 Tonnen. Eine Abnahme in der Produktion wurde beim Pferdefleisch (-5,6 %) verzeichnet, wogegen beim Ziegenfleisch etwa 11 % Zunahme und beim Schaffleisch eine Stagnation festzustellen war. Die Produktion von Kalbfleisch sank im Jahr 2019 leicht um 2,5 %.

Der Inlandanteil von verkaufsfertigem Rindfleisch (Grossvieh) sank leicht auf 82,9 %. Die Produktion von Bankvieh (Stiere, Rinder und Ochsen) nahm ausser bei den Ochsen leicht ab. 

Die Schweinefleischproduktion sank um 4,4 % und der Inlandanteil verminderte sich auf 92,7 %. Demgegenüber erhöhte sich dank anhaltend wachsender Nachfrage nach Geflügelfleisch auch 2019 die produzierte Menge um 1 % bei gleichzeitig leicht gestiegenem Inlandanteil auf 64,7 %.

Die Produktion von Schaffleisch erfuhr im Berichtsjahr mit 0,5 % eine leichte Zunahme gegenüber der starken Zunahme im Vorjahr, der Inlandanteil stieg auf knapp 45 %. 

Die Kalbfleischproduktion verzeichnete 2019 im Vergleich zum Vorjahr erneut einen Rückgang um 2,5 %. Der Inlandanteil betrug fast unverändert 97,6 %.

Die Eierproduktion stieg im Jahr 2019 erneut an, auf 1000,4 Millionen Stück (+2,8 %). Die inländischen Eier konnten gut verkauft werden, was eher einer Zunahme der Wohnbevölkerung als einem steigenden pro-Kopf-Konsum (184,4 Stück Eier, davon 116,2 CH-Eier) zuzuschreiben ist. Der Anteil Schweizer Eier an den verkauften Konsumeiern blieb mit 78,4 % praktisch unverändert. Berücksichtigt man die Eiprodukte in der Verbrauchsstatistik, so produzierten die inländischen Legehennen 63 % der konsumierten Eier und Eiprodukte. 

Hans Ulrich Leuenberger, BLW, Fachbereich Tierische Produkte und Tierzucht, hansulrich.leuenberger@blw.admin.ch 

Facebook Twitter